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Artikel zur Psyche - Psychische Probleme
Wie soll ih reagieren bzw, was kan ich tun?
Psyche - Borderline
Hallo,

ich weiß nicht, wie ich mit folgender Situation umgehen soll:

Ich (17 Jahre) kenne meine Partnerin (15 Jahre) seit ungefähr 1 1/2 Jahren und führe mit ihr seit knapp 5 Monaten eine feste Beziehung. Ich weiß, dass sie schon immer ein Mädchen war, dass sich viel Gedanken über die Zukunft gemacht hat. Vielleicht zu viel. Sie hatte vor ungefähr einem dreiviertel Jahr immer mal wieder Depressionen. Unklar warum. Sie hat sich auch ein paar mal selbst verletzt. Doch dieser Drang, sich zu verletzten ist recht schnell wieder verflogen. Doch in den letzten zwei Wochen hat sich ihr emotionaler Zustand ziemlich verschlechtert. Sie macht sich ständig Vorwürfe, dass sie mir nicht genug ihre Liebe zeigen kann, wie ich erwarten sollte. Doch dieser Vorwurf ist nicht richtig. Ich - und das trifft auch auf sie zu - bin sehr zufrieden mit unserer Beziehung. Aber ich kann ihr nicht klar machen, dass sie sich diese Vorwürfe umsonst macht. Mittlerweile ist sie aber auch soweit, dass sie sich selbst dafür hasst und wieder mit dem Gedanken spielt, sich wieder zu verletzten. Sie hat auch regelrechte Angstzustände, mich aus irgendeinem Grund zu verlieren. Völlig unbegründet. Sie hat deswegen schlaflose Nächte. Ich hab ihr angeboten, mich auch nachts anrufen zu dürfen, weil ich verständlicher Weise für sie da sein will. Doch ich komm im Moment nicht an sie heran. Jedenfalls nicht soweit, dass ich ihr die Dinge klar machen kann. Ich kann aber mit ihr offen über alles reden. Aber sie meint, es ist wie eine Blockade, die sie daran hindert, das zu akzeptieren. Sie weiß es, doch sie kann es nicht glauben. Ich weiß nicht, wie ich reagieren soll, den mittlerweile ist sie wirklich soweit, dass ich wieder Angst hab, dass sie sich wieder was antut. Da ich mehrere Ausbildungen zum medizinischen Fachpersonal habe, kann ich einschätzen, dass diese Verletzungen nicht bedrohlich sind, trotzdem quält mich eine gewisse Angst.

Ich kenne einige Personen, die an dem Borderline Syndrom leiden und ihre Verhaltensweisen ähneln diesen Personen erschreckend stark.

Ich würde mich über Antworten, Beiträge oder einen Rat freuen, allerdings möchte ich hier anonym bleiben.

Mfg Recuebiker  

 
Kommentare (4)
1 Montag, 22. Februar 2010 um 00:46
Rescuebiker
Ich entschuldige mich für die Fehler in der Überschrift. Wer sonst noch Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.
2 Freitag, 26. Februar 2010 um 21:46
anonym
Hallo,
ich kann Dich gut verstehen, aber vor allem kann ich mich in die Lage deiner Freundin hineinversetzen. Ich habe Borderline.
Verlustängste, den Partner gegenüber sind bei mir stark. So stark das ich mich manchmal selbst verletzt habe, Depressionen kommen bei mir auch dazu, wie bei Deiner Freundin.
Ich rate Dir mit ihr zusammen zu Ihren Arzt hinzugehen und Ihn die Lage erklären. Er wird Dir/Euch helfen. Ich Denke um proffessionelle Hilfe kommt sie auch nicht rum.
Aber all das sind nur Tipps. Ich bin kein Fachmann, aber meine Erfahrungen her zeigen, das dieser "Drang" sich was anzutun, unerträglich wird und man es schließlich tut. Ein Therapeut kann das nicht heilen, aber man kann lernen damit umzugehen.
Deine Freundin solltest Du unterstützen so gut es geht, und ihr oft genug klar machen das Du sie liebst.
Hilft zumindestens bei mir. Ich weiß das ich meinen Freund nicht verlieren werde, aber ab und an kommt die Angst dennoch in mir hoch. Brauchte nichtmal einen Grund.

Ich wünsche euch beiden Alles Gute.
mfg
3 Montag, 22. März 2010 um 07:28
Dingsbums;-)
Hallo Recuebiker,

schön, dass Du Dir so viele Gedanken machst!
Aus meiner Sicht als Betroffene mit einigen Jährchen auf dem Buckel würde ich vermuten, dass ihr die Nähe zu Dir zu schaffen macht (nicht, weil sie Dich nicht liebt!)und Du tätest vermutlich gut daran, ihr zwar immer wieder zu zeigen, wieviel sie Dir bedeutet, zugleich aber auch Dein Leben ganz klar von ihrem zu trennen. Das ist eine ganz schön heikle Gratwanderung und vielleicht solltest auch Du für Dich alleine proffessionelle Hilfe suchen. So, wie man sich einen Rechtsanwalt nimmt ... Coaching halt. ;-)
Es wird deshalb eine Gratwanderung sein, weil sie ja Deine absolute Zuwendung braucht, um offen für Dich zu sein, empathisch zu bleiben.
Aber das tut ihr nicht gut, das merkst Du ja selber. Du musst Dich abgrenzen, damit sie langsam lernen kann, selbst die Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen und nicht im Hinterkopf hat, dass Du ihr vieles abnimmst. Ohne proffessionelle Hilfe geht das nicht.
Und sei Dir bitte klar darüber, dass es ein langwieriger Prozess ist. Auch Mißerfolge bei der Therapeutenwahl sollten einkalkuliert werden.
Viel Erfolg Euch beiden!
4 Montag, 19. April 2010 um 12:54
Simone m.
Hallo Recuebiker,
ich habe auch jemanden der hat das selbe....vielleicht könnten wir uns gegenseitig austauschen und so sammelt von uns jeder erfahrungen und lernt damit umzugehen.Ich habe jemanden den ich nie im Leben aufgeben würde und ich immer für diese Person da bin.Bis ich sterbe