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Artikel zur Psyche - Psychische Probleme
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Psyche - Beziehungsprobleme

Seit vier Jahren bin ich mit einem 25 Jahre älteren, geschiedenen Mann liiert der zwei Adoptivkinder mit seiner Ex-Frau hat. Beide Mädchen leben bei uns. Zu Beginn kam ich mit den Mädels super aus. Vor zwei Jahren begannen mein Mann und ich Hochzeitspläne zu schmieden und ungefähr seit diesem Zeitpunkt verabscheut mich die Ältere. Das heißt: Sie spricht nun seit 2 Jahren nicht mehr mit mir, hat mich auch schon geschlagen (ich sie noch nie!!!). Mein Mann hat ihr ganz klar gesagt, dass er nicht möchte, dass sie mich so behandelt. Ihre kleinen Eskapaden jedoch toleriert er. Ein Beispiel: Statt mein Mittagessen zu essen, kocht sie sich selbst etwas und räumt die Küche hinterher nicht auf. Meiner Vermutung nach, hat sie sich nach der Scheidung als Ersatzmama gefühlt und ich habe sie nun aus ihrer Rolle gedrängt. Ein Lichtblick: Mit meiner jüngeren Stieftochter habe ich ein sehr gutes Verhältnis. Selbstverständlich belastet die Situation mit der rebellierenden älteren Tochter auch unsere Ehe. Manchmal baut sich in mir ein unheimlicher Druck auf. Ich habe dann das Gefühl, ich habe zu Hause nichts im Griff. Wenn ich (um beim obigen Beispiel zu bleiben) die Küche picobello aufräume und komme 20 Minuten später wieder rein, sieht es dort aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Das macht mich fertig, obwohl ich beileibe keine Perfektionistin bin, bei der alles tip top sein muss. Kürzlich wurde ich von einem Versicherungsvertreter (schriftlich) für die Tochter meines Mannes gehalten und mein Mann beschwerte sich schriftlich, dass er mich zur Tochter "erhoben" habe. Dieser Ausdruck hat mich sehr nachdenklich gemacht. Vielleicht liegt das Problem bei meinem Mann und auch für ihn sind die früheren Rollenverhältnisse noch nicht ausgeräumt. Meiner Meinung nach ist es für eine Ehefrau eine "Herabsetzung", wenn sie für die Tochter gehalten wird. Ich habe meinem Mann nun eine Paartherapie vorgeschlagen, um zu klären, wie wir beide die häuslichen Schwierigkeiten anpacken sollen, ohne einander zu zerfleischen. Leider will er nicht. Er weigert sich strikt. Nun weiß ich mir keinen Rat mehr.

 
Kommentare (1)
1 Freitag, 28. August 2009 um 09:36
aa1a
So wie Sie Ihre Probleme in der Familie schildern, drängt sich tatsächlich der Rat nach einer Familientherapie oder zumindest Paartherapie auf.
Wenn sich Ihr Mann allerdings total dagegen stellt, haben Sie meiner Meinung nach einige (Handlungs-Möglichkeiten):
1. Zustand erdulden/tolerieren.
2. Zustand eskalieren lassen: z.B. lassen Sie die Küche wie sie ist, und gehen Sie statt dessen nicht mehr hinein, gehen zum Essen aus etc.....der Handlungsbedarf geht dann auf Ihren Mann über ;-)
3. Den Mann vor ganz klaren konsequenten Entscheidungen stellen: Entweder läuft es z.B. in der Küche oder mit dem respektvollem Verhalten wie Sie wollen, oder Sie verlassen ihn (über diese Konsequenz müssen Sie sich vorher klar werden)
4. Abwandlung von Punkt 3. : Entweder Familientherapie oder Trennung

Entscheiden müssen Sie...ich vermute, daß Ihnen bisher ein wenig die Konsequenz fehlte ?!